Von Udo Starke-
Quelle
Braunschweiger Zeitung
HORNBURG. Der Martinimarkt in Hornburg hat jedes Jahr eine
Besonderheit parat. War im vergangenen Jahr noch ein Rabe der "Star",
so präsentierte am Sonntag das Organisationsteam der
Reservistenkameradschaft Hornburg-Schladen in Kooperation mit dem
Stadtmarketing Hornburg einen weiteren Überraschungsstand:
Vogelhäuschen aus Holz, versehen mit einem Schieferdach.
"Wir sind gelernte Dachdecker, und ein Bekannter ärgerte sich über
das rasche Verwittern der üblichen Vogelhäuschen. So entstand die
Idee, eine Alternative zu produzieren", sagten Mirco Mittag und
Carsten Steinmeier von der Firma Mittich Steini aus Vienenburg. Dass
die Idee ankam, bestätigte Besucherin Antje Carstensen aus Hemkenrode.
"Das ist ja irre, alles ist aus Naturstoffen gestaltet, sogar mit
Dachrinnen und Fallrohr. Man erkennt die mühevolle Kleinarbeit."
Auch der Hornburger Manfred Lerche war vom umfangreichen Angebot an
Kunsthandwerk, Floristik und Weihnachtlichem angetan. "Der Markt ist
immer wieder schön. Die Vielfalt ist enorm, und man kann viele Ideen
sammeln", stellte er fest.
Zum Bedauern der Besucher fehlten in diesem Jahr lebende Tiere.
"Aufgrund der bundesweiten Stallhaltungspflicht mussten wir auf die
Martinsgänse verzichten", erklärte Organisator und Oberfeldwebel der
Reserve, Karl-Heinz Geske. Auch das Vorhaben, eine Reiterin auf einem
Schimmel zum Gedenken an den Heiligen St. Martin über den Markt reiten
zu lassen, um die Mädchen und Jungen mit Zimtbrötchen zu überraschen,
fiel ins Wasser. "Das Pferd ist erkrankt", bedauerte Geske. Dafür
spielten die Drehorgelfreunde aus Braunschweig, begeisterten ein
Zauberer und die Bimmelbahn die Kinder. Bei Einbruch der Dunkelheit
sollte ein Lampionumzug und eine kostenlose Stadtführung mit dem
Nachtwächter folgen. Der Erlös der Veranstaltung soll überwiegend dem
Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge zugute kommen.
